Alte Aula (Tübingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus

ID: 102047848718  /  Datum: 03.07.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Am Hohenberg
Hausnummer: 8
Postleitzahl: 88356
Stadt-Teilort: Ostrach-Einhart

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Sigmaringen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8437086008
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus wurde im 16. Jh. errichtet. Es folgten über die Jahrhunderte Veränderungen (wie Innenraummalereien im Chor, 1524), Umbauten (1718) oder Ergänzungen (u.a. der Glocken).


1. Bauphase:
(1486)
Glocke 2 ist eine historische Glocke aus dem Jahre 1486. Sie scheint in der Kirche in Zweitverwendung verbaut zu sein. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
  • Ausstattung

2. Bauphase:
(1500 - 1599)
Erbauung der Kirche im 16. Jahrhundert (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1524)
Der Chor zeigt sich netzgewölbt mit Bemalung von 1524. Es sind die Zwölf Apostel dargestellt. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

4. Bauphase:
(1700 - 1799)
Während es sich bei den Jochen der Glocke 1 und 3 um neuzeitliche Joche handelt, stammt das Joch an dem die Glocke von 1486 hängt aus dem 18. Jh. Neben aufwändigen Verzierungen und Rötelfassungen weist dieses Joch noch eine Jahreszahl und die Anfangsbuchstaben M und V auf. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

5. Bauphase:
(1718)
Umgestaltung der Kirche (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1742)
Am südseitigen Bundständer der Achse I ist eine geschnitzte Jahreszahl 1742 vorhanden. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

7. Bauphase:
(1922)
Die Glocke 3 stammt von der Glockengießerei Benjamin Grüninger aus dem Jahre 1922. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
  • Ausstattung

8. Bauphase:
(1953)
Die große Glocke 1 wurde 1953 von der Glockengießerei Heinrich Kurtz in Stuttgart, gegossen. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
  • Ausstattung

9. Bauphase:
(2017)
In einem seitlich an den Chorraum der Kirche gestellten, sehr massiven, gotischen Glockenturm hängen die Glocken in einem historischen Holzglockenstuhl. Die Anlage erfuhr im Jahr 2017 eine umfassende Sanierung. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
  • Ausstattung

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht / Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus in 88356 Ostrach-Einhart (2016 - Pius Luib)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Schadensuntersuchung Glockenstuhl

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Kirchengebäude mit umliegendem Friedhof und Einfriedung liegt zentral im Ort, nördlich der Durchfahrtsstraße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Pfarrkirche
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Kirche besteht aus einem Langhaus und einem eingerückten Chor. Der Kirchenraum ist mit einem Satteldach abgeschlossen. An der nördlichen Chorfassade ist en massiver quadratischer Turm angesetzt. Dieser besitzt einen beidseitig gestalteten Treppengiebel.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Der Turm ist auf zwei Seiten mit Uhrenzifferblätter ausgestattet. In den Uhrenschlag sind alle drei Glocken integriert: Die Glocke 1 übernimmt den Stundenschlag, die Glocken 2 und 3 übernehmen den Viertelstundenschlag. Unterhalb der Glockenstube steht ein altes, mechanisches Uhrwerk der Firma Hörz aus Ulm. Dieses ist leider nicht mehr in Betrieb, ist jedoch noch so gut erhalten und vollständig, dass eine Reaktivierung im Sinne der Denkmalpflege möglich ist.

Zur Ausstattung gehören gotische Holzfiguren, ein bronzenes Vortragekreuz mit Korpus um 1200, ein Kreuz um 1525 und Rundmedaillons aus dem 17. Jahrhundert. Der gemalte Kreuzweg ist ein Werk von Johann Nepomuk Meichsner vom 1762.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Glockenstuhl
Der Glockenstuhl der Kirche St. Nikolaus in Ostrach-Einhart ist als Bockglockenstuhl aus Eichenholz mit vier in Ost-West-Richtung verlaufenden Achsen abgezimmert. Die einzelnen Achsen setzen sich aus Schwelle, Ständer, 2-fachem Strebenpaar und Kappenholz zusammen. Der Glockenstuhl sitzt auf einem aus Längs- und Querschwellen bestehenden Schwellenkranz. Dieser Schwellenkranz ist zusammen mit dem Glockenstuhl auf den durchgehenden Eichendielenbelag ohne Verbindung aufgesetzt. Um Platz für die größte Glocke aus dem Jahr 1953 zu machen wurde die Bundachse D ca. 30 cm nach außen geschoben und die in Querrichtung laufenden Hölzer verlängert. Diese Achse steht heute direkt an der nordseitigen Turmmauer an. Sämtliche Holzverbindungen sind verzapft und mit Holznägeln gesichert. An den Ständern sind in Nord-Süd-Richtung aufwändig gestaltete Fußhölzer vorhanden. Die inneren Strebenpaare sind mit Versatz und Zapfen an die Mittelständer angeschlossen. Die äußeren Streben stützen die schweren, an den Enden profilierten Kappenhölzer ab. An den Ständern und Streben sind etwa drei Zentimeter breite Stichfasen, die am Anfang und Ende mit Rötel ausgemalt sind, vorhanden. In Querrichtung werden die vier Glockenstuhlachsen mit einem die Ständer durchstoßenden Holz verbunden und an den Enden mit brettartigen Keilen zusammengehalten. Die auf die äußeren Streben aufgeschraubten Queraussteifungen sind neuzeitlich. Als Abbundzeichen sind Ausstiche für Querachsen in Süd-Nord-Richtung vorhanden. Sämtliche Teile des Glockenstuhls sind aus Eichenholz gefertigt.

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